Donauried heißen die großen moorigen Flächen, welche die Ufer der Donau kurz vor ihrem Eintritt aus württemb. in bayr. Gebiet bei Ulm und dann im bayr. Schwaben bis Donauwörth umsäumen. Zwischen dem Einflusse der Iller und dem der Roth erstreckt sich am rechten Donauufer das Ulmer Ried, von den Absenkungen der Rauhen Alp bis Gundelfingen längs der bayr.-württemb. Grenze am linken, dann wieder von Dillingen bis Donauwörth am rechten Donauufer das eigentliche die größte Breite bis zu 10 Km. Der Charakter des Riedes ist der eines alten, stark bruchigen Seebodens, auf Kies- und Sandlagen geringe Wiesen mit saurem Gras und nasse Äcker; doch hat Flußkorrektion und der Fleiß des Landmanns große Strecken bereits einer fruchtbringenden Kultur gewonnen. In unmittelbarer Nähe des Riedes findet sich vorzüglicher Getreideboden; insbesondere ist das dem Ried gegenüber liegende Ufer meist sehr fruchtbar. Kleinere Moorflächen, welche als Ried bezeichnet werden, finden sich auch in Württemberg schon mehrfach zu beiden Seiten der Donau, so bei Gögglingen, Rottenacker, Riedlingen u. s. w.