FeedDouairière (frz.)
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Douairière (frz.), eine Witwe hohen Standes, die von einem Leibgedinge (dotarium) lebt. Donane (frz.; ital. dogäna, span. und portug. aduana), ein Wort orient. Ursprungs (entstanden durch Umgestaltung aus dem pers.sarah. diwan, das unter anderm auch Rechnungsbuch und Bureau bedeutet), welches seit den Zeiten der Kreuzzüge, zunächst in den Seestädten des Mittelmeers, die bestimmte Bedeutung von Zoll oder Maut erhielt. In Frankreich versteht man darunter nicht bloß das Zollhaus oder Mautbureau, sondern auch die Gesamtheit der an den Landesgrenzen und im Innern des Landes zur Erhebung der Zölle und zur Abwehr der verbotswidrigen Ein-, Aus- und Durchfuhr getroffenen Einrichtungen und des aufgestellten Personals (Douaniers). In dieser Bedeutung wird das Wort auch in Deutschland gebraucht, wennschon dasselbe in den amtlichen Sprachgebrauch hier nicht übergegangen ist. (S. Zoll.) Douarnenez, Seestadt im franz. Depart. Finistere, Arrondissement Quimper, 22 km im NW. von diesem Orte, mit (1876) 8640 E. Ehemals war es ein kleiner Flecken der Grafschaft Cornouailles, der von dem großen Kirchspiel Ploaré „abhing. Von diesem Ort führt eine sehr schöne Straße zur Hafenstadt D., die Mittelpunkt eines sehr regen Sardinenhandels geworden ist und dafür 400 Boote mit 2500 Seeleuten ausrüstet. Die Bai von D. ist eine der schönsten in Europa. Etwas weiter als 1 km entfernt liegt der kleine Hafen Tréboul, an der Mündung des Pouldavid, wo Holz verschifft wird.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 504Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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