Drahtwurm, Bezeichnung für die Larven einer Anzahl von Arten der Schnellkäfer. Der Körper der Larven ist cylindrisch, besteht außer dem Kopfe aus zwölf Ringen, ist gelb gefärbt und besitzt sechs Stück fünfgliederige, in einen Haken endigende Füße. Das Vorhandensein von Augen ist nicht sicher nachgewiesen; vielleicht befindet sich je eins hinter den zwei am Kopfe sitzenden Fühlern. In der Landwirtschaft versteht man unter D. im Speziellern die Larve des Saatschnellkäfers, Agriotes (Elater) segetis L., welcher seinen Namen von der Zähigkeit besitzt, sich mit Hilfe eines vielartigen Fortsatzes an der Vorderbrust mit einem knisternden Tone in die Höhe zu schnellen. Die Drahtwürmer sind große Feinde der Landwirtschaft, da dieselben sowohl im Herbst als im Frühjahr die Wurzeln aller Kulturpflanzen, namentlich aber des Weizens, der Gerste und der Zuckerrüben, benagen und durchbeißen und dadurch das Absterben, jedenfalls das Verkümmern der betreffenden Pflanzen verursachen. Ein sicheres Mittel gegen den D. gibt es nicht; im allgemeinen sagt ihnen fester Boden weniger zu als lockerer, weshalb das Walzen des Bodens die Thätigkeit der Drahtwürmer Dellofen Vgl. Taschenberg, «Naturgeschichte der wirbellosen Tiere, welche in Deutschland den Feld⸗, Wiesen- und Weidekulturpflanzen schädlich werden (Lpz. 1865); derselbe,«Das Ungeziefer der landwirtschaftlichen Kulturpflanzeno (Lpz. 1879).