Draskovichlspr. Draschkowitsch, Georg), Sproß eines alten kroat. Adelsgeschlechts, das seit dem 14. Jahrh. in der Geschichte Kroatiens und Ungarns eine Rolle spielt. Sie führen das Prädikat won Trakostianv, eine Linie auch «von Strambergv. Georg D. wurde 5. Febr. 1515 geboren, er widmete sich dem geistlichen Stande, ward 1546 Großpropst in Preßburg, dann Bischof von Fünfkirchen, Erzbischof von Kalocsa und erhielt 1585 die Kardinalswürde; er starb 31. Jan. 1587. — Joseph Kasimir D., geb. 4. März 1714, trat in Kriegsdienste, wurde 1745 Oberstlieutenant, 1749 Oberst und 1750 Generalmajor. Im Siebenjährigen Kriege zeichnete er sich besonders aus (Schlacht bei Görlitz, Erstür-H des Schlosses Schreckenstein, Belagerungen von Olmütz und Glatz, Befreiung von Jägerndorf u. a.). Im J. 1762 wurde D. von den Preußen gefangen. Seit 26. Febr. 1763 Feldzeugmeister, erhielt er das Generalkommando in Siebenbürgen, wo er 9. Nov. 1765 starb. — Johann (gewöhnlich Janko) D., geb. zu Agram 20. Okt. 1770, diente erst in der Armee, wurde 1817 k. k. Kämmerer und beteiligte sich eifrig an der nationalen Bewegung der Kroaten. Im J. 1832 wurde er Deputierter des ungar. Landtags, 1836 wirklicher Banaltafelbeisitzer, 1837 mit dem Stephansorden dekoriert, 1852 k. k. Wirkl. Geheimrat. D. war ein eifriger Freund und Beförderer der Künste und Wissenschaften, insbesondere aber ein rastloser Eiferer zu Gunsten der nationalen Sprache und Kultur seines Volks. Er starb 14. sch 1856 zu Radkersburg.