Dreiherrenspitze, ein Hochgipfel der Venedigergruppe (s. d.), im westl. Hauptkamm des Hohen Tauern (s. Alpen 27), erhebt sich als schlanke Firnpyramide, 9 km westlich vom Groß-Venediger, an der Grenze von Salzburg und Tirol und auf der Wasserscheide zwischen dem Inn, der Drau und der Etsch, zu 3499 m Höhe über dem Meere. Nach N. stürzt der Berg in senkrechten Gneiswänden gegen den Krimmlerkees ab, dessen Gletscherbach durch die Krimmler Ach und die Salzach dem Inn zugeführt wird. Nach W. senken sich zwei kleine Gletscher gegen das obere Ahrenthal und senden ihre Abflüsse durch die Rienz und die Eisack der Etsch zu. Vom Südabhang steigt gegen das Umbal⸗ und Virgenthal das mächtige Umbalkees herab, dessen Bach sich in die Isel und mit dieser in die Drau ergießt. Vom Umbalkees ins obere Ahrenthal (Prettau) führen an der D. vorbei die Hochpässe über das Vordere und das Hintere Umbalthörl (2826 m und 2917 m). Im J. 1866 zum ersten mal bestiegen, wird der Berg jetzt nicht selten, meist von der Klarahütte (2103 m) am Umbalkees aus besucht. Ihren Namen hat die D. davon Bhofe daß an ihr im Mittelalter die Länder der Bischöfe von Salzburg, der Grafen von Tirol der Grafen von Görz zusammenstießen.