Drewenz, Fluß in Westpreußen, Regierungsbezirk Marienwerder, entspringt im Hockerland (Regierungsbezirk Königsberg der Provinz Ostpreußen), in 165 m Höhe auf der Platte von Hohenstein, 8 km im SW. dieser Stadt und 4 km im NNW. des Mühlensees; sie fließt zuerst nach NW. zum 59 mehoch gelegenen Drewenzsee, der über 15 km lang und durch den Elbing-Oberländischen Kanal mit Elbing verbunden ist; nachdem sie aus diesem ausgetreten, tritt sie in den Regierungsbezirk Marienwerder, durchfließt nach SW. ein breites Wiesenthal nahe bei Löhau und bildet dann 8 km unterhalb Strasburg die Grenze zwischen Polen und Preußen; 7,5 Kmvor der Mündung, bei Lubicz, bis wo sie schiffbar wird, tritt sie wieder ganz in Preußen ein; oberhalb Thorns bei Zlottorie mündet sie in die Weichsel. Sie ist 238 km lang und auf 150 km flößbar. Die D. empfängt rechts das Schillingsfließ oder den Warglitterkanal, auf 22 Km flößbar, die schiffbare Liebe, die aus dem Geserichsee kommende Eilenz; links die aus der hohen Gegend von Gilgenburg kommende Welle und die oberhalb Strasburgs mündende Briniza. Diewohostitz(spr. Drschewohostitz), altes Städtchen östlich von Prerau in Mähren, in der Bezirkshauptmannschaft Holleschau, mit (1880) 1287 E. slaw. Zunge, die sich größtenteils mit Feldwirtschaft befassen. D. liegt in dem fruchtbaren Hügellande an der rechten Seite der Betschwa, an einem Seitenbache derselben. Das in der Bauform des 16. Jahrh. angelegte Schloß mit Turm und Bastionen, sowie das Gemeindehaus mit seinen vier Ecktürmchen und einem hohen Turme bezeichnen die frühere Bedeutung des Ortes.