Elde, rechter Nebenfluß der untern Elbe im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, entspringt bei der Darzer Mühle 12 km westlich von Röbel, fließt in den Müritzsee, den größten Landsee Norddeutschlands, dann durch den Kölpin⸗ oder Kolpin⸗, Fleesen⸗, Malchower- und Plauersee westwärts über daur und Parchim sehr gewunden nach dem von Ranälen durchzogenen Lewitzbruch, wo sie rechts durch die schiffbare Stör mit dem Schwerinersee verbunden ist, wendet sich dann südwestwärts über Grabow und teilt sich unweit Eldena in zwei Arme, den 1568 —72 gegrabenen künstlichen Kanal Neue Elde, welcher bei Dömitz, und die Alte Elde, welche an der Grenze von Mecklenburg mündet, nach Aufnahme der Löcknitz bei Lenzen. Die E. hat 199,6 Km Länge und ist vom Müritzsee an schiffbar gemacht. Die neue Eldemündung bildet für etwa 100 Schiffe einen gegen Eisgang vollständig geschützten Winterhafen. Die Zahl der Eldeschleusen ist 21, und zwar 15 Fang⸗ und 6 Stauschleusen. Von 1831 bis 1836 hat eine Aktiengesellschaft die Kanäle im Lewitzbruch angelegt und einen Teil der Schleusen, welche bis dahin lediglich als Stauschleusen bestanden, in eigentliche Kammerschleusen umgebaut; 1858 hat diese Gesellschaft ihre Rechte an die Großherzöge von Mecklenburg abgetreten. Durch den Müritz-Havelkanal wurde die E. 1831— 39 in schiffbare Verbindung mit der Havel gebracht.