Du Conret, genannt Abdul Hamid Bey, franz. Abenteurer, geb. 1812 zu Hüningen, bereiste vor 1834 die Nilländer und Abessinien. Er trat zum Islam über, pilgerte nach Mekka und durchzo Arabien und Persien, worauf er 1847 nach Frankreich zurückkehrte. Die Zuverlässigkeit seiner Reiseberichte (Les mystères du déserty, 1859, L'Arabie heureusen, 1860) ist sehr zweifelhaft und namentlich von H. Kiepert angegriffen worden. Duepeétianx (Edouard), ein um das Gefängnis- und Armenwesen verdienter belg. Publizist, Mit-Jun der Belgischen Akademie, geb. zu Brüsseĩ 29. Juni 1804, betrat die Advokatenlaufbahn in seiner Vaterstadt und that sich als Mitarbeiter am brüsseler Oppositionsblatt Courrier des Pays-Basv hervor. Ein polit. Preßprozeß brachte ihm 1828 ein ahr Gefängnis ein. Nach der Revolution, an deren brrer er sich in aktiver Weise beteiligte, erhielt er, bereits durch seine 1827 erschienene rift gegen die Todesstrafe bekannt, die Stelle eines Generalinspektors der belg. Gefängnisse und Wohlthätigkeitsanstalten, welches Amt er 1861 infolge von Differenzen mit der liberalen Regierung in Betreff der Abänderung der Wohlthätigkeitsgesetzgebung freiwillig niederlegte. Einen thätigen Anteil nahm D. später an den statist. und ökonomi10. Kongressen. D. starb 21. Juli 1868 in Brüsel. Von seinen zahlreichen Schriften sind hervorzuheben: De la condition physique et morale des jeunes ouvrierso (2 Bde., Brüss. 1843), Mémoire sur le paupérisme des Flandres (Brüss. en Belgiques (Brüss. 1855), La question de la charité et des associations religieuses en Belgiquer (Brüss. 1858). Neben seiner eifrigen Mitwirkung an der Reform des Gefängniswesens in Belgien verdient auch seine Schöpfung, die Strafanstalt (Ecole de réforme) für junge Sträflinge zu Ruysselede (Flandern), Erwähnung. Vgl. de Melun, Edouard D. Notice biographiques (Brüss. 1868). Ducgq (Jan le), ausgezeichneter holländ. Tiermaler, geb. 1636 im Haag, war Paul Potters Schüler. Daß er in Kriegsdienste getreten sei, wie ältere Schriftsteller behaupten, ist neuerdings angezweifelt worden. Diese Angabe beruht wahrscheinlich auf einer Verwechselung D.s mit A. Duc (f. d.), dessen Lieblingsthema Soldaten- und Räuberscenen sind. D. soll 1671 als Direktor der Akademie im Haag estorben sein. D. malte Tierstücke in der Weise Potters; doch erreicht er keineswegs die Weichheit seines Vorbildes. Dagegen sind seine Zeichnungen, die er in schwarzer und roter Kreide ausführte, sehr geschätzt. Unter seinen Kupferstichen zeichnet sich eine Folge von acht Blättern mit Hunden aus, die mit frappanter Charakteristik dargestellt sind.