Duma, Dumka (russ.), ein schwermütiges Lied, Elegie, insbesondere eine Gattung kleinruss. Volkslieder, meist epischen, aber auch lyrischen Inhalts, mit verschiedenartigem und freiem Versmaß; sie bestehen aus einer ungleichen Zahl Silben (4—20 und mehr) und endigen gewöhnlich mit Reimen (oft mehrere gleiche Reime nacheinander) oder Assonanzen; Eeben fehlt auch beides. Die D. sind zum Teil hohen Alters und werden in Kleinrußland von alten Leuten, den Kobsaren oder Banduristen, unter Zuoraurie der Kobsa und Bandura (mehrsaitige, zitherartige Instrumente) gesungen. Den Hauptinhalt bilden die Kämpfe der Kosaken mit den Türken und Tataren (16. und 17. Jahrh.), später auch den Lechen (Polen). Die lyrischen besingen Vorgänge im häuslichen und Familienleben (die Trennung von den Eltern, der Geliebten, den Tod, den Druck der Leibeigenschaft, die Rückkehr u. s. w.). In neuerer Zeit wird der Name D. auch zuweilen für Kunstdichtungen angewendet.