Dünamünde, eine f. tung und der Liulm e Hafen von Riga im russ. Gouvernement Livland, am linken Ufer der Dünamündung, gleich hinter dem Einflusse der aus Kurland kommenden Buller- oder Bolderaa, 14 km nordwestlich von Riga, verteidigt die Mündung der Düna und hat einen unter Katharina II. in die See gebauten Steindamm, dessen Ende den sich seit trägt. Hinter diesem Damme befindet sich seit 1852 der auf Kosten des Börsenkomitee von Riga angelegte großartige Winterhafen, der bis 300 Seeschiffe aufnehmen kann. Die zwei Arme der Aa und die Düna bilden bei ihrem Einflusse ins Meer die Insel Dünamündsholm, auf der eine Vorstadt liegt, ihr gegenüber am rechten Ufer der Bolderaa der Flecken Bolderaa, in welchem Lotsen, —4½ und Zollbeamte wohnen. D. verdankt seinen Ursprung einem vom Bischof Albert 1201 gegründeten Cistercienserkloster und dem vom Ritterorden erbauten befestigten Schlosse, aus welchem später die Festung hervorging. Diese wurde 1618 und 1619 von den Schweden, 1700 von den Sachsen, 1703 wieder von den Schweden und 1710 von den Russen erobert, welchen sie im Frieden von „Ichr 17²21 blieb.