Düna, lettisch Daugawa, russ. die Westliche Dwina genannt, einer der bedeutendsten Flüsse Westrußlands und des Baltischen Meergebiets, ist 757 km lang und umfaßt ein Stromgebiet von 85 399 qkm. Sie entsteht im Kreise Ostaschkow des Gouvernements Twer an der Westseite des Wolchonskiwaldes, in der Nähe der Wolgaquellen aus dem See Dwinetz, fällt als ein kleiner Ba in den Doppelsee Ochwat-Shadenje, entfließt demselben als ein beträchtlicher Strom und durchströmt und berührt sieben Gouvernements in einem weiten Bogen. Bei Riga ist die D. 590 m breit; 15 km unterhalb dieser Stadt ergießt sie sich bei Dünamünde in den Rigaischen Meerbusen der Ostsee. Bis Welish fließt die D. südwärts von der Landhöhe herab zwischen hohen, waldbedeckten Ufern, dann bis zur Ullamündung längs dem Südfuß des nordruss. Landrückens. Von da an bis unterhalb Dünaburg durchschneidet sie den Rücken nach seiner hene Breite in einem tiefen Bett mit 13 m hohen Ufern, voller Felsblöcke, Strudel und Stromschnellen, deren man 62 zählt und welche namentlich bei Drissa bedeutend sind. Unterhalb Dünaburg beginnt ihr Unterlauf; an die Stelle der Klippen und Felsblöcke treten Versandungen im Strombett, überschwemmungen der flachen Ufer, Versumpfungen der nahen Felder. Schon bei Welish wird sie Soifah aber im Mittel⸗ und Unterlaufe ist die Schiffahrt wegen der Klippen, Strudel und Sandbänke gefährlich. Seeschiffe können nur bis Riga stromaufwärts gelangen. Die D. nimmt links die Luts wassh Ulla und Dißna auf. Durch den Beresinakanal ist sie mittels der Ulla mit dem Dnjepr verbunden.