Düngstoffe: 1) Ammoniaksalze, 2) salpetersaure Salze. VII. Die kalireichen Düngstoffe (Chlorkalium, schwefelsaures Kali u. s. w.). VIII. Abfälle technischer Gewerbe: 1) Glkuchen, ) Malzkeime, 3) Rückstände der Stärke⸗, 4) der Zuckerfabrikation, 9 der Weinbereitung, 6) der Tabakfabrikation, 7) der Baumwollspinnerei und Weberei, 8) der Farbehölzer (Meerespflanzen, Tang), 9) Abfälle tierischen Ursprungs (Gerberei, Leimfabrikation, Hornbereitung, Thran, Talg u. s. w.). C. Hauptsächlich indirekt wirkende Düngemittel. I. Der Gips. II. Der Kalk. III. Der Mergel. IV. Das Kochsalz. D. Düngung durch den Boden. 1) Ernterückstände, 2) Gründüngung, 3) Brennen des Bodens, 4) Moder. Torf, Teichschlamm. Litteratur: Aus zahlreichen Schriften über die Düngerlehre sind die agrikulturchemischen Werke von Lebig (s. d.) besonders hervorzuheben. Sonst vgl. auch Hamm, Katechismus der Ackerbauchemie, der Bodenkunde und Düngerlehrey (5. Aufl., Lpz. 1871); Heiden, «Lehrbuch der Düngerlehrer (2. Aufl., 2 Bde., Hannov. 1879—81); derselbe, Leitfaden der gesamten Düngerlehrer (2. Aufl., Hannov. 1882); Wolff, «Praktische Düngerlehrey (S. Aufl., Berl. 1880). Düngerstreumaschinen. Hat man auch schon früher versucht, den Stalldünger durch besondere Maschinen auszustreuen, so haben doch die betreffenden Versuche zu keinem Resultat geführt. Die heutigen D. verdanken ihre Entstehung erst der allgemeinern Anwendung der pulverförmigen, sog. künstlichen Düngemittel, wie Superphosphat, Guano, Chilisalpeter u. s. w. Die ersten brauchbaren D. wurden zu Anfang der vierziger Jahre in England, z. B. von Richard Garrett, gebaut und es ist deren Prinzip im wesentlichen heute noch beibehalten. Dieselben bestehen in der Hauptsache aus einem zwischen zwei Fahrrädern 321 Dorticen Kasten zur Aufnahme des Düngers, einer Vorrichtung zur Entnahme gleichmäßiger, aber regulierbarer Düngermengen aus dem Kasten (lentweder durch Schöpfräder, ähnlich denen beim Drillen (s. d.]“, oder durch einen verstellbaren Schlitz bewirkt) und einer Leitung vom Kasten zum Boden, welche vor dem Winde geschützt ist. Die D. sind 2,5 bis 4 m breit, kosten pro Meter Breite 60 bis 250 Mark und die Tagesleistung beträgt auf diese Einheit 2 bis 2,5 ha. Die Vorteile der D. zum Ausstreuen der künstlichen Düngemittel Gleichmit der Handarbeit bestehen in der größern Gleichmäßigkeit der Verteilung der im Verhältnis zur bedüngten Ackerfläche geringen Düngermenge und in der Möglichkeit, auch bei Wind arbeiten zu können. Doch findet bei den hygroskopischen Eigenschaften der meisten künstlichen Dünger sehr leicht ein Verrosten der einzelnen Maschinenteile und ein Verstopfen der Ausflußöffnungen statt, was häufige Betriebsstörungen zur Folge hat. Es erscheint deshalb fraglich, ob die jetzigen D. einem sorgfältigen Ausstreuen mit der Hand vorzuziehen sind. Man verbindet auch wohl, namentlich in England, die Säe⸗ und Düngerstreumaschinen miteinander, was die betreffenden Maschinen aber sehr kompliziert und sehr teuer macht. Eine vollkommen brauchhare und praktische D. gibt es gegenwärtig noch nicht. Vgl. Fritz, «Handbuch der landwirtschaftlichen Maschinen» (Berl. 1880); Wüst, «Landwirtschaftliche Maschinenkunder (Berl. 1882).