FeedDupont de l'Etang (Pierre, Graf)
GeschichteBrockhaus 1882

Dupont de l'Etang (Pierre, Graf), franz. General, geb. 14. Juli 1765 zu Chabanais, focht 1793 als Brigadegeneral in Flandern, zog sich während der Schreckensherrschaft aus dem Dienste zurück, wurde jedoch vom Kriegsminister Carnot 1797 zum Divisionsgeneral ernannt und an die Spitze des Dépöt de la guerre berufen. Im J. 1805 war er anfänglich Chef des Generalstabes der zum übergange über die Alpen bestimmten Reservearmee und dann in der Armee Brunes, und zeichnete sich 25. Dez. an der Spitze weier Divisionen glänzend aus im Treffen bei ozzolo. Im Feldzuge in Deutschland that er sich abermals 11. Nov. bei Dürnstein hervor, dann 17. Okt. 1806 bei Halle und 1807 in der Schlacht bei Friedland, wo er den Angriff Neys kräftig unterstützte. Hiernach führte er ein Armeekorps nach panien, mußte jedoch mit demselben 19. Juli 1808 bei Baylen kapitulieren, worauf ihm Napoleon kein Kommando mehr anvertraute. Unter der Restauration übernahm D. 1814 die Leitung des Kriegsministeriums: doch war seine Verwaltung keine glückliche. Nach der zweiten Restauration führte D. die 4. Militärdivision, trat nach der Julirevolution in den Ruhestand und starb 9. Mai 1840 in Paris. Auch litterarisch ist D. thätig gewesen; er schrieb unter anderm: &Opinion sur le nouveau mode de recrutemento (Par. 1818), Lettre sur la campagne d'Autriched (Par. 1826), Lart de la guerren (in Versen, Par. 1838) und „Observations sur Ihistoire de France par L'abbé de Montgaileardo (Par. 1827).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 656Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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