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HeilkundeBrockhaus 1882

Duran, Name einer jüd. Gelehrtenfamilie aus dem 14. bis 16. Jahrh. Simon (ben Zemach) D., geb. in Majorca um 1360, war Arzt und Rabbiner 5 Spanien, begab sich 1391 infolge einer blutigen Judenverfolgung nach Nordafrika, wo er das durch den Tod des Isak ibn Schescht, seines Schicksalsgenossen, 1406 erledigte Rabbinat übernahm und bis an seinen Tod (1444) führte. Simon D. war ein sehr fruchtbarer Schriftsteller; er schrieb im 80. Lebensjahre sein w14. Werk. Von seinen Schriften ist hervorzuheben die Sammlung von Rechtsbescheiden, die in drei Teilen und sehr splendider Ausstattung 1738 (Amsterdam) erschien. Sein er Väterp), religionsphilos. Inhalts, mehr durch gelehrtes Wissen als durch ein tiefes Eingehen in den Gegenstand ausgezeichnet (Livorno 1785). Die im zweiten Teile enthaltenen polemischen Ausdieser Aur gegen Christentum und Islam sind in ieser Ausgabe ausgelassen und unter dem Titel «Keschet u-Mageno (Bogen und Schildo) ohne Ort und Jahr erschienen. Seine Polemik gegen das Christentum bildet einen Teil der Schrift „Milchemet Chobav seines Sohnes. D. hat außerdem Talmudisches geschrieben, das Buch Hiob und ältere synagogale Stücke kommentiert und ist selbst als synagogaler Dichter thätig gewesen. — Salomo D., Sohn des vorigen, hat ebenfalls eine Sammlung von Rechtsbescheiden hinterlassen, von denen ein Teil arab. ist. Außerdem verfaßte er die Schrift Milchemet Chobav (Pflichtmäßiger Kriego) zur Verteidigung des Talmud, besonders gegen die Angriffe des Hieronymus de Santa Fé. — Zemach und Simon, Söhne des Salomo D., sind Verfasser einer Sammlung von Rechtsbescheiden, die unter dem Namen Jachin u-Boas (1 Kön. 7, 21) in Livorno 1785 erschien; Nr. 135 derselben enthält eine Besprechung des Zurat ha-Olam, der hebr. Bearbeitung des Image du mondev.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 660Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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