Durance (Druentia), Fluß in Frankreich, ein linker Nebenfluß des Rhöne, entspringt als 30 km lange Clarée oder Clairée, welche von 3000 m hohen Bergen durch das schöne Nevachethal herabkommt. Mit ihr vereinigt sich bei dem Fuße des 2514 m hohen Chäteau-Jouan das nur 10 km lange, D. genannte Gewässer, welches in der Gegend des Mont-Genövre entspringt. Die D. geht bei dem in 1249 m Höhe gelegenen Briancon vorbei, wo sie die wasserreichere Guisane aufnimmt und die Servieres oder Cervegrette. Nun wird sie ein furchtbar reißender Gebirgsstrom. Beim Austreten aus den Schluchten der Bessée nimmt sie die vom Pelvoux kommende Gyronde auf; dann am Fuße der Festung Mont-Dauphin in etwa 900 m Höhe den von Queyras kommenden starken Guil. Sie berührt in 790m Höhe Embrun, darauf Savines, und empfängt die Ubaye, welche in den Niederalpen bei Barcelonnette vorbeigeht. Von nun an bildet sie die Grenze zwischen den Departements Ober- und Unteralpen, und nimmt dann in den Unteralpen, in 450 m Wahre bei Sisteron den Buech auf. Nach Aufnahme mehrerer Zuflüsse empfängt sie jenseit Manosque, in etwa 250 m Höhe, ihren größten Nebenfluß, den malerischen Verdon. Nun macht sie die Grenze zwischen den Depart. Vaucluse und Bouches-du-Rhöne, geht über Mirabeau, Peyrolles u. s. w., nimmt bei Cavaillon den Coulon oder Calavon auf, und mündet in 12m Höhe, 4—5km unterhalb Avignons in zwei Armen in den Rhöne, welche die Insel der Courtine zwischen sich fassen. Sie ist 380 kKm lang, ihr Strombecken umfaßt 13400 dkm. Die D. ist nicht schiffbar und nur auf kurze Strecken flößbar.