Durlach, Stadt im bad. Kreise Karlsruhe, 4 EKm östlich von Karlsruhe, an der Pfinz, am Fuße des Turmbergs, auf dem ein röm. Wartturm steht, Knotenpunkt dreier Linien der Badischen Staatsbahnen Basel-Heidelberg, D.-Pforzheim-Stuttgart und D.⸗ Bretten-Heilbronn; außerdem durch Dampfstraßenbahn mit Karlsruhe verbunden, ist Sitz eines Bezirksamts und eines Amtsgerichts, hat ein Pro⸗ und Realgymnasium, ein jetzt als Kaserne dienendes Schloß, auf dem Markte eine Statue Karls II., der D. zur Residenz machte (1565), ein schönes Kriegerdenkmal, Stärke⸗, Cichorien-, Maschinen-, Nähmaschinen-, Tabaks-und Thonwarenfabriken, Dampfziegeleien, Eisengießereien, Gerbereien und Magarinfabrik und zählt (1880) 7474 E. — D. gehörte früher zur Grafschaft Calw, kam 1227 an die Markgrafen von Baden und war 1565 —-1715 Residenz der Markgrafen von Baden-D. Die Franzosen unter Melae verbrannten die Stadt 6. Aug. 1689. Am 25. Juni 1849 fanden hier heftige Kämpfe zwischen Preußen und den aufständischen Badenern statt. Vgl. Fecht, „Geschichte der Stadt D.v (Heidelb. 1869).