Duroc (Gerard Christophe Michel), Herzog von Friaul, Marschall des franz. Kaiserreichs, geb. 25. kt. 1772 zu Pont-à-Mousson, aus altadeliger Familie, in der Artillerieschule zu Chälons gebildet, wanderte als Lieutenant 1792 nach Deutschland aus, kam 1796 als Adjutant des Generals Lespinasse zur ital. Armee, wo er durch Marmont Bonapartes Adjutant und beim übergange über den Isonzo 1797 zum Bataillonschef befördert wurde. Er begleitete Bonaparte sodann nach Agypten, zeichnete sich in den Gefechten von Salehie und bei Jaffa aus und kehrte mit seinem General nach Frankreich zurück, wo er zum Brigadegeneral befördert wurde. Er war beim Sturze des Direktoriums wesentlich mit thätig. Nach dem 18. Brumaire sandte der Erste Konsul D. mit diplomatischen Aufträgen nach Berlin und während der Friedensunterhandlungen von Amiens nach Petersburg, Stockholm und Kopenhagen, wo er überall mit Glück das Interesse der franz. Politik vertrat. Nach seiner Rückkunft ward er Divisionsgeneral und bei der Thronbesteigung Napoleons Großmarschall des Palastes. Als Liebling des Kaisers besaß er dessen volles Vertrauen und hatte Einfluß auf ihn, den er oft vermittelnd und uneigennützig benutzte. Während des Vordringens der franz. Armee nach Wien 1805 erhielt D. eine Sendung nach Berlin. Er langte kurz vor der Schlacht bei Austerlitz im kaiserl. Hauptquartier an und übernahm nach Oudinots Verwundung interimistisch den Befehl über die Grenadiere. D. unterzeichnete 1806 nach der Schlacht bei Jena den Frieden mit Sachsen und 1807, nach der Schlacht bei Friedand, vermittelte er den 4 von Friam, 3 worauf r vom Kaiser zum Herzog von Friaul, zur Erinierung an den Isonzoübergang 1797, erhoben vurde. Nach der Rückkehr aus Rußland 1812 leiete er die Reorganisation der Garden und fand bei Rarkersdorf auf der Verfolgung nach der Schlacht hei Bautzen, in der Nähe des Kaisers, 22. Mai 1813 seinen Tod durch eine Kanonenkugel. Naposeon betrauerte ihn als seinen unersetzlichen Freund und setzte seiner Tochter noch auf St.⸗Helena ein bedeutendes Vermächtnis aus. Dis Überreste wurden 1845 im Invalidendome zu Paris beigesetzt.