Athenagöras, einer der sog. Apologeten, d. h. der philos. Verteidiger des Christentums aus dem 2. Jahrh. n. Chr., ist der Verfasser einer im J. 177an den Kaiser Mare Aurel und dessen Sohn Commodus gerichteten Bittschrift für die Christendie Auferstehung der Totenꝰ». Über seine Lebensverhältnisse ist gar nichts weiter bekannt, als was . aus der 1. Hem und dem Inhalte seiner pologie ergibt. Hiernach war er ein Athener, der seine philosophische, speziell platon. Bildung in den Dienst des Christentums stellte. Seine Verteidigung wendet sich vornehmlich gegen die unter den Heiden Mutschande Beschuldigungen des Atheismus, der Blutschande und des Essens geschlachteter Kinder. Die Sprache ist edel und fein, die Beweisführung bündig und klar, doch fehlt es den Gedanken an individuellem Charakter. Die spezifisch christl. hdie tritt nur wenig hervor. Noch weniger bewegt sich die streng philosophisch gehaltene Schrift über die Auferstehung der Toten in eigentümlich christl. Ideen. Die wichtigsten Ausgaben sind von Dechair Orf. 1706), Prudentius Maranus (Par. 1742) und Otto im Corpus Apologetarum Christianorum saeculi secundis (Bd. 7, Jena 1857). Vgl. Märkel, De