Durn 9.ns von), deutscher Dichter des 13. Jahrh., aus ritterlichem Geschlecht, Dienstmann Herzog Ottos des Erlauchten von Bayern (1231—53), verfaßte, wahrscheinlich nach franz. Quelle, eine poetische Bearbeitung der Legende vom heil. Georg, im Stile Wolframs von Eschenbach, den er nachahmt, mit stark hervortretender Neigung zum Schwulst und zur Allegorie, letzteres namentlich in der sehr ausführlichen Schilderung der Tugendburg. Das Gedicht ist nach einer niederdeutsch gefärbten Handschrift herausgegeben in Büschings und von der Hagens 4Gedichten des Mittelalterso (Bd. 1, Berl. 1808).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 674Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei