Dut oder Fesanwurm, s. unter Fezzan. Dutchman l(engl., Mehrzahl Dutchmen), Niederländer, in Nordamerika geringschätzende Benennung der Deutschen. Dutens (Louis), franz. Schriftsteller, geb. zu Tours 15. Jan. 1730, wandte sich als Protestant nach England, um hier sein Fortkommen zu suchen. Er war anfangs Hauslehrer und begleitete dann den brit. Gesandten Lord Mackenzie als Sekretär nach Turin, wo er nach des Lords Abreise bis 1762 als Geschäftsträger blieb. Nach England zurückgekehrt, erhielt er durch Mackenzies Vermittelung eine ansehnliche Pension. Später übernahm er wieder die gesandtschaftlichen Geschäfte in Turin, bis eine reiche Pfründe, die ihm der K. von Northumberland verschaffte, ihn nach England zurückführte. Seitdem machte er mehrere Reisen durch den größten Teil von Europa und auf diesen Bekanntschaft mit den namhaftesten europ. Gelehrten. Er starb als brit. Historiograph und Mitglied der londoner Royal Society 23. Mai 1812 1 London. Seine Werke beweisen außerordentiche Vielseitigkeit und weltmännische Gewandtheit. Er unternahm die erste umfassende, wenn auch nicht vollständige Ausgabe von Leibniz' Werken (6 Bde., Genf 1769). In den Recherches sur Porigine des découvertes attribuées aux modernesd (2 Bde., 1766 u. öfter) stellte er das Wissen und Erfinden der Alten bei weitem zu hoch. Sein «Tocsino (Rom 1769), der dann als „Appel au bon sens (Lond. 1777) erschien, enthält scharfe Ausfälle gegen Voltaire und Rousseau. Viel geschichtliches Interesse hat seine «Histoire de ce qui s'est passé pour le rétablissement d'une régence en Angleterre (Lond. 1789). Auch schrieb er mehrere gute Abhandlungen über Numismatik u. s. w. Allgemeinen Beifall fanden die Meé-⸗ moires d'un voyageur qui se reposen (3 Bde., Par. 1806; deutsch, 2 Bde., Amsterd. 1808).