Dyer (John), engl. Dichter, geb. 1700 zu Aberglaßlyn in Wales, studierte anfangs, wendete sich aber dann unter Samuel Richardsons Leitung der Kunst zu. Ohne etwas Ausgezeichnetes zu leisten, durchzog er um des Erwerbs willen als Maler das Land, wobei er indes die Natur mit künstlerischem Auge beobachtete. Ein beschreibendes Gedicht, „Grongar hili' (1727), das Denhams 4Cooper's hillo durch Einfachheit der Darstellung, Wärme des Gefühls und reizende Naturschilderung übertrifft, machte ihn zuerst als Dichter bekannt. Später unternahm er eine Reise nach Italien; kränklich zurückkehrend, widmete er sich nun dem geistlichen Stande. Sein didaktisches Gedicht über die Wolle und ihre technische Anwendung, The fleecev (1757), konnte bei dem widerstrebenden Stoff keinen Eindruck hervorbringen. Reicher an einzelnen Schönheiten ist das Gedicht KThe ruins of Romes (1740). D. starb 24. Juli 1758. Seine Poemso (Lond. 1761) sind auch in Johnsons Dichtersammlung aufgenommen. Neuere Ausgaben sind die von Willmot (1853) und Gilfillan (1858). Eine Lebensbeschreibung D.s findet sich in Johnsons Lives 0 the most eminent English Poetsv. 1