FeedEbel (Joh. Gottfr.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Ebel (Joh. Gottfr.), geogr. Schriftsteller, geb. 6. Okt. 1764 zu Züllichau in der Neumark, studierte zu Frankfurt a. d. O. Medizin und hielt sich, nachdem er hier promoviert, bis zum Frühjahr 1790 zu seiner weitern Ausbildung in Wien auf. Dann ging er in die Schweiz und 1792 ließ er sich als praktischer Arzt in Frankfurt a. M. nieder. Wegen seiner Verbindung mit mehrern Häuptern der Französischen Revolution in Deutschland verdächtig geworden, begab er sich 1796 nach Paris. Um das J.1801 erhielt er, in Anerkennung seiner Verdienste um die Schweiz, das helvetische Bürgerrecht, und als dieses infolge der Auflösung der Helvetischen Republik erlosch, 1805 das züricher Kantonsbürgerrecht und 1820 das Bürgerrecht in der Stadt Zürich. Doch erst seit 1820 nahnt er in Zürich seinen bleibenden Aufenthalt und starb daselbst 8. Okt. 1830. Unter seinen Schriften sind zu nennen: «Anleitung, auf die nützlichste und genußvollste Art die Schweiz zu bereisen (Zür. 1793; im Auszuge bearbeitet von Escher, 8. Aufl., Zür. 1842), „Schilderung der Gebirgsvölker der Schweizo (2 Bde., Tüb. 1798 — 1802), «über den Bau der Erde in den Alpengebirgen» (Zür. 1808), «Ideen über die Organisation des Erdkörpers und über die gewaltsamen Veränderungen seiner Oberflächeß (Wien 1811), Malerische Reise durch die neuen Bergstraßen des Kantons Graubünden» (Zür. 1825).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 700Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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