Eberwein (Traug. Marimil.), Violinvirtuos und Komponist, geb. 27. Okt. 1775 zu Weimar, gest. als fürstlich rudolstädtischer Hofkapellmeister 2. Dez. 1831; seine vielen Kompositionen (Opern, Kirchenmusik) waren zu ihrer Zeit sehr geschätzt, sind aber jetzt vergessen. — Karl E., Bruder des vorigen, geb. 10. Nov. 1786 zu Weimar, gest. 2. März 1868 als Kammervirtuos daselbst, hat sich sowohl als Violinvirtuos und Orchesterdirigent wie als Tonsetzer bekannt gemacht. Mehrere seiner größern Werke, z. B. die Oper Graf von Gleichenv, ganz besonders die Musik zu Holteis Schauspiel „Leonorev, fanden Beifall.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 713Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei