Eble (Jean Baptiste, Graf), franz. General geb. 21. Dez. 1758 zu St. Johann von Rohrba bei Saargemünd als Sohn eines franz. Artillerieoffiziers, trat jung in die franz. Artillerie, wurde nach Neapel gesendet, um bei der Reorganisation der „ Artillerie mitzuwirken, und kehrte beim Ausbruch der Französischen Revolution nach Frankreich zurück. E. zeichnete sich in den Kämpfen in den Niederlanden wiederholt aus und wurde bereits im Okt. 1793 Divisionsgeneral. Die rasche Eroberung der belg. und holländ. Festungen war vorzugsweise sein Werk, daneben erwarb er sich roßes Verdienst durch umfassende organisatorische hätigkeit. Unter Moreau befehligte er 1795—97 die Artillerie, ebenso im folgenden Jahre unter Championnet auf dem Zuge nach Neapel und 1800 wieder unter Moreau. Er verstand meisterhaft, für alle Bedürfnisse der Artillerie durch Ausnutzung der auf dem Kriegstheater vorhandenen Mittel zu sorgen. Demnächst organisierte E. die Artillerie der Batavischen Republik, nahm 1806/ im 6. Korps an dem Feldzuge gegen Preußen teil und wurde 1808 Kriegsminister des Königreichs Westfalen. Im J. 1810 wurde E. zu dem Heere Massenas nach Portugal gesendet und leistete auch dort Hervorragendes in der obern Leitung der Artillerie. An dem Zuge nach Rußland 1812 nahm E. als Kommandant des Pontontrains der großen Armee teil. Nur durch seine Umsicht und aufopfernde Thätigkeit wurde es möglich, die Pontonkolonnen auf dem Rückzuge von Moskau mitzuführen und die Brücken über die Beresina herzustellen. Von den hierbei erlittenen Strapazen erschepft, gelangte E. nach Königsberg i. Pr. und starb dort 21. Dez. 1812, bevor ihn die bereits ausgefertigte Ernennung zum ersten Generalinspekteur der franz. Artillerie erreichte.