Bem (Jos.), 1ger poln. General, geb. 1791 Krakau aus ade z. Batschau wurde 1810 in ie von Napoleon zu Warschau gegründete Artillerieakademie aufgenommen. Dem eldzuge von 1812 wohnte er als Lieutenant der reitenden Artillerie bei, kam beim Rückzug der Franzosen nach Danzig und kehrte nach der Übergabe der Festung nach Polen zurück, wo er in die 1815 reorganisierte Armee eintrat, 1819 zum Artilleriehauptmann auf-Ren und 11 0 Schriften über Organisierung der rtillerie, über Congrevesche Brandraketen (Weim. 1820), Pulvererzeugung u. s. w. rausgab. Wegen Potockis mit Bauten u itterarischen und technischen Arbeiten beschäftigte. Als 1830 die poln. Revolution ausbrach, eilte B. nach Warschau, wurde um Major einer Batterie, nach der Schlacht bei uron zum Oberstlieutenant, nach dem Gefecht von trozka zum Obersten, bald nachher zum Kommandanten der poln. Artillerie und, als die poln. Streitmacht sich bei Warschau konzentrierte, zum General ernannt. Nach dem Fall von Walschau trat er mit einem Teil der poln. Armee auf preuß. Gebiet über, lebte einige Zeit als Leiter der Emi-Binen in Uche Kabeit⸗ und seit 1832 in Paris. issenschaftliche Arbeiten, dann Reisen in Portugal, Spanien, Belgien und Holland füllten die folgenden Jahre aus. n den Märztagen 1848 kam B. aus Frankreich nach Lemberg, 14. Okt. nach Wien, wo er sich in hebung betenli Weise an der revolutionären Erebung beteiligte und während der Einschließung der Stadt durch Windischgrätz verkleidet nach Preßburg entkam. Dort erteilte ihm die 1648 egierung den Auftrag, an der Spitze eines selbständigen Korps Siebenbürgen zu erobern. Nachdem er si rasch eine Armee von 8000 Mann geschaffen, bra er e 1848 in Siebenbürgen ein, lieferte 19. Dez. bei Dees den Osterreichern das erste siegreiche Gefecht, trieb seinen Feind unter Gefechten aus dem Norden des Landes in die Bukowina und zog die herbeiströmenden Szekler an sich. Hierauf wandte er sich gegen die österr. Hauptmacht unter Puchner und griff, nachdem er ihn zum Rückzug nach Hermannstadt genötigt, diesen Ort 21. Jan. 1849 an. Er wurde jedoch zurückgeschlagen und erlitt 4. Febr. von Puchner zu Vizakna eine bedeutende Niederlage. Dennoch wußte er sich 7. Febr. durchzuschlagen und lieferte, durch ungar. Truppen verstärkt, am 9. Febr. die blutige Schlacht an der Brücke 8 Piski, eroberte 11. März Hermannstadt, nahm Kronstadt und trieb die Osterreicher sowie die seit dem Februar herbeigerufenen russ. Hülfstruppen 16. März durch den Rotenturmpaß in die Walachei. So Herr des Landes geworden, suchte er durch Amnestie und Milde die deutsche Bevölkerung, namentlich aber die Rar. Megt für sich zu rsch Auf Befehl der ungar. Regierung begab er sich hierauf ins Banat und nötigte den dort eingedrungenen Puchner zur Räumung auch dieses Gebietes. Sodann kehrte er nach Siebenbürgen zurück, wo inzwischen die Russen mit Übermacht eingedrungen waren und die Ungarn geschlagen hatten, wurde aber 31. Juli bei Schäßburg von dem dreifach stärkern Gegner entscheidend geschlagen. Er erstürmte noch 5. Aug. Hermannstadt, mußte jedoch den Platz bald wieder räumen. Auf dringendes Verlangen Kossuths eilte er nach Ungarn, wo er am 9. an der Schlacht bei Temesvär sich beteiligte. Nach einem vergeblichen Versuch zu Lugos, den Kampf wieder aufzunehmen, mußte er nach Siebenbürgen zurückwein, wo er sich bis zum 19. Aug. gegen eine erdrückende bermacht wehrte. Endlich rettete auch er sich auf türk. Gebiet, trat dort zum Islam über und wurde unter dem Namen Amurat-Pascha im türk. Heere angestellt. Auf Ssterreichs und Rußlands ECinlam ul wurde B. im Febr. 1850 mit den zum Isübergetretenen Ungarn nach Aleppo geschickt, wo er im November an der Spitze türk. Truppen den blutigen Aufstand der arab. Bevölkerung gegen die Christen niederschlug. Sein durch de indesen und viele Wunden zerrütteter Körper wurde indessen von einem Fieber ergriffen, dem er 10. Dez. 1850 erlag. Als Feldherr zeichnete sich B. durch geschickte