Einsiedl(böhm. Mnichow), Stadt in der böhm. Bezirkshauptmannschaft Tepl, an der Straße von Marienbad nach Karlsbad, mit (1880) 1137 E. deutscher Zunge, die sich teils mit städtischen Gewerben befassen, teils Handel, insbesondere Handel mit Hopfen treiben. Die Kirche daselbst gilt sowohl im Bau als in ihrer innern Ausschmückung für eine der schönsten des Landes. Vu 14. Jahrh. war E. ein Lehngut der Abte von Tepl; 1484 wurde in der Nähe ein reichhaltiges Silberlager gefunden, von dessen Ausbeute die silbernen Statuetten in der tepler Stiftskirche herrühren.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 836Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei