Eisenberg, Stadt im Westkreise des Herzogtums hrichtsbezit Atent Verwaltungsbezirk Roda, Landgerichtsbezirk Altenburg, 35 kKm westlich von Altenburg, an der E.⸗Krossener Eisenbahn in 294 m Höhe über dem Meere, ist Sitz eines Amtsgerichts, einer Superintendentur, eines Steuer- und Rentamts, hat ein herzogl. Schloß (Christiansburg) mit schöner Kirche in neuital. Geschmack (1680—92 erbaut) und wohlangelegtem Garten, ein 1688 gegründetes Gymnasium („Christianeumo), eine höhere m Berichubta einen Kredit⸗ und Sparverein, einen Vorschußkassenverein, drei Wasserleitungen und zählt (1880) 6277 meist luth. E., welche Fabriken in Wollzeugen, Plüschwaren (Export nach England, Frankreich, Spanien, Portuhan und Türkei), Etuis (Export nach den Niederanden, Belgien, Schweden und England), Leder, landwirtschaftlichen Maschinen, Pianofortebestandteilen Ausfuhr nach England und Rußland), Holzschuhen, Würsten (bedeutender überseeischer Absatz), Chamotteziegeln, Porzellanwaren, Schuhmachereien, sowie Dampfsägemühlen unterhalten und Porzellanmalerei betreiben. — Die Stadt ist sehr alt, erhielt 1182 Mauern, gehörte bis 1135 den Kaisern, bis 1221 den Markgrafen von Meißen und des Osterlandes, bis 1425 den Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen und kam darauf an Sachsen. Bei der Landesteilung von 1485 kam E. an die Ernestinische Linie, bei der von 1602 an das Fürstentum Altenburg und mit diesem 1672 an Gotha. Als die Söhne Ernsts des Frommen 1680 die väterlichen Lande teilten, erhielt der fünfte derselben, Herzog Christian (geb. 6. Jan. 1653), die Amter Ronneburg, Roda, Kamburg und E. und gründete die Linie Sachsen-C., welche jedoch mit seinem Tode 1707 wieder erlosch, worauf E. an Gotha Hal Wd und 1826 an Sachsen-Altenburg kam. Vgl. Back, Chronik der Stadt und des Amtes E.y (2 Bde., Eisenb. 1843).