Eisschränke (frz. caisses à glace, engl. icechests) sind kastenförmige Schränke mit doppelten Wandungen, deren Zwischenraum mit die Wärme schlecht leitenden Materialien, wie Asche, Schlackenwolle, trockene Sägespäne oder Haare, ausgefüllt sind und bei welchen ein Quantum Eis, das in einem hierfür bestimmten Raum untergebracht ist, dazu dient, eine niedrige Temperatur zu erhalten. E. finden die mannigfachste Verwendung in Haushaltungen, Restaurants, Konditoreien, Anatomien, zur Konservierung, resp. Kühlung von Speisen, Fleisch, Getränken, Gefrorenem, sowie von Leichen. In Bierwirtschaften sind die E. meist so eingerichtet, daß man die ganzen Bierfässer in dieselben hineinstellen kann. Einen speziell für den Gebrauch in Konditoreien bestimmten E., der aber auch andern Zwecken dienen kann, zeigt neben-Eisenblech gewählt, einesteils weil man so die Wandungen sehr dünn halten konnte, andernteils weil Eisen ein die Wärme und somit auch die Kälte sehr gut leitendes Material ist. Die Bleche sind gewellt, um die Oberfläche zu vergrößern und so eine möglichst gute übertragung der im Eisbehälter herrschenden niedrigen Temperatur auf die Aufbewahrungsräume zu bewirken. Thüren und Deckel des Eisschranks haben selbstverständlich ebenso wie die Seitenwände und der Boden doppelte, in den Zwischenräumen mit Asche oder einem andern der oben angeführten Materialien ausgefüllte Wandungen, sodaß der Eisbehälter, wie auch die Aufgewahrungsräume, möglichst isoliert und gegen die Einwirkung der äußern Temperatur geschützt ind. Der Boden des Eisbehälters ist etwas geneigt; an der tiefsten Stelle desselben befindet sich ein Hahn, durch welchen das sich bildende Schmelzwasser aus dem Raume entfernt werden kann.