FeedElbsandsteingebirge
ErdkundeBrockhaus 1882

Elbsandsteingebirge, Gebirge in den sächs. Regierungsbezirken Dresden und Bautzen und in Böhmen, derjenige Teil der zur Kreideformation gehörenden Quadersandsteinmassen, welchen die Elbe bei ihrem Austritt aus Böhmen nach Sachsen durchbricht. Durch die Erosion von Gewässern ist dieser Quadersandstein vielfach in auffallendster und malerischer, stellenweise auch großartiger Weise zernagt, sodaß pralle, senkrechte Felswände und Pfeiler, schmale Felsgassen, Klüfte, Höhlen, auch Wasserfer gebildet sind; der größte Teil des C. wird dieer Bildungen wegen Sächsische Schweiz (s. d.) genannt. Dieselbe phantastische Felsgestaltung trifft man aber auch bei Adersbach und Wecelsdorf so- wie bei Kleinskall in Böhmen und bei Oybin und Johnsdorf in der Oberlausitz.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 941Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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