Elbogen oder Elnbogen, Stadt in der böhm. Bezirkshauptmannschaft Falkenau, auf einem Felsenvorsprunge an der Eger, über die hier eine Kettenbrücke führt, und an der Buschtiehrader Bahn, zahlt (1880) 3298 CE. deutscher Zunge und besitzt eine Realschule und eine berühmte Porzellanfabrik, ferner ein altes Schloß «Stein-C.v, welches 870 von den Markgrafen von Vohburg, denen CE. mit seinem Gebiete in der Vorzeit angehörte, erbaut wurde und als unüberwindlich galt. Bei dem Aufstande in Böhmen 1317 war dasselbe die Zufluchtsstätte der Königin Elisabeth; später wurde es mehrfach belagert und 1621 von den Bayern, 1631 von den Sachsen erstürmt. Gegenwärtig wird es als Strafhaus verwendet. Im Rathause wird der unter dem Namen eder steinerne Burggrafo bekannte Meteorstein gezeigt. Er war ursprünglich 192 Pfd. schwer; ein Teil davon kam in das Hofmuseum in Wien, ein anderer in das Museum zu Prag. Der Rest wiegt noch 43 Pfd.