Dömitz, ehemals befestigte Stadt im Suwderzogtum Mecklenburg-Schwerin, rechts an der überbrückten Elbe, die hier die Neue Elde aufnimmt, und an der Linie Wittenberge-Buchholz der Berlin-Hamburger Eisenbahn, auf einer Anhöhe in wiesenreicher Gegend, 38 Km im WNW. von Wittenberge, ist Sitz eines Amtsgerichts und eines Domanialamts, hat einige Brennereien und Brauereien, treibt Schiffahrt und Handel und zählt (1880) 2558 E. — D. gehörte im J. 1230, wo es Stadt ward, zu Mecklenburg-Priegnitz, wurde 1328 an den Markgrafen Ludwig von Schwerin versetzt, 1372 mecklenburgisch und 1563 von Herzog Johann Albrecht befestigt. Im Dreißigjährigen Kriege wurde es 19. Dez. 1631 von den Schweden erobert, im Okt. 1635 von den Sachsen unter General Baudiß belagert, aber 1. Nov. durch Baner entsetzt. Im Aug. 1637 nahm es der brandenb. General Uitzing. Am 22. Nov. 1638 schlug Banér zwischen D. und Lenzen den sächs. Feldmarschall Marazin. Seit Ende Juli 1643 von den Schweden unter Jonson gegen die Kaiserlichen unter Morosini belagert, kapitulierte die Feste 3. Okt. Im Sommer 1647 wurde D. wieder von den Sachsen und Kaiserlichen eingenommen. In den J. 1719— 47 war es Residenz des Herzogs Karl Leopold. Am 15. Mai 1809 wurde die von Holländern besetzte Feste von Schill eingenommen und zum Waffenplatz gemacht, schon 24. Mai aber von den Mecklenburgern erstürmt.