Elgin und Kincardine (Thomas Bruce, Graf von), ein durch die Erwerbung der Elgin Marbles (s. d.) bekannter Brite, stammte aus einer Familie, die ihren Ursprung von einem gemeinschaftlichen Ahnherrn mit dem König Robert Bruce ableitet und 1633 die schott. Grafenwürde erhielt. Am 20. Juli 1766 geboren, folgte er schon in seinem fünften — dem Vater in den Titeln und Gütern des Hauses. Seine wissenschaftliche Bildung erhielt er auf der Universität St.⸗Andrews und in Paris, seine militärische in Deutschland, worauf er als Offizier in die engl. Armee eintrat, in der er bis zum General (1837) aufstieg. Doch wurde er vorzugsweise zu diplomatischen Missionen verwendet, dans 1792 bei der österr. Regierung in Brüssel, ann in Berlin und 1799 in Konstantinopel. Bei seiner Rückkehr aus der Türkei wurde er in Heud reich von Napoleon, nach Wiederausbruch der Feindseligkeiten mit England, feg enn und erst 1806 wieder in Freiheit gesetzt. egen seines Verfahrens bei Einsammlung der alten Kunstdenkmäler, die zum Teil arg verstümmelt wurden, mußte E. heftige An rift erdulden, unter anderm von Byron im „Childe Haroldo. Auch von der Regierung ward er seitdem nicht wieder angestellt, blieb aber bis zu seinem Tode einer der schott. Wahlpeers, Mitglied des Geh. Rats und Kurator des Britischen Museums. Er siarb zu Paris, wo er sich niedergelassen, 14. Nov. 1841.