Elmshorn, Stadt im Kreise Pinneberg der preuß. Aulrau Schleswig-Holstein, an der schiff baren Krückau und an der Grenze der Marsch, 16 km im NW. von Pinneberg, 31 km nordwestlich von Altona, in 10m Höhe, Station der Linien Altona-Wamdrup der Altona-Kieler und E. Heide der Holsteinischen Marschbahn, ist Sitz eines Amts-Circhde eines Nebenzollamts erster Klasse und eines trandamts, zählt (1880) 7956 E. (von denen 28 Katholiken und 129 Juden) und hat eine evang. farrkirche, eine Kapelle, eine Synagoge, sechs chulen, einen Kreditverein und eine Gasanstalt. Die Bevölkerung treibt starke Schiffahrt, Schiffbau, bedeutende Lohgerberei, Lederfabrikation und Schuhmacherei, sowie Getreide⸗ und Viehhandel. Auch unterhält sie Eisengießerei, mechanische Leinen- und Baumwollweberei, Ol⸗ und Dachpappenfabrikation, Ziegelbrennerei, Dampfbranntweinbrennereien, mehrere Brauereien, Tabaksfabriken, außerdem Fabriken für lackiertes Leder, Handschuhe, Wagen, Feuerspritzen, Watten, Strohhüte, Papier, Schirme, Essig, Chokolade, Schiffszwieback, Stärkemehl, Mineralwasser, Cemente, Seifen, Salz u. s. w. Mit E. 5 jetzt die ehemaligen Flecken Vormstegen (830 E.) und Klostersande Drant C.) verbunden. C., ehemals zur Grafschaft * gehörig, vor 1737 noch ein Dorf, seit 1870 Stadt, wurde im Sept. 1627 von Tilly erobert. Am 15. Febr. 1645. siegten hier die Schweden unter Wrangel über die Dänen unter Baur und Nik. von Ahlefeldt.