Elsasser (Friedr. Aug.), Landschaftsmaler, geb. 24. Juli 1810 zu Berlin, bildete sich auf der dortigen Akademie, besonders im Umgang mit seinem Lehrer, dem Landschafter Blechen, und ging 1832 nach Italien. Er lebte seitdem meist zu Rom und durchwanderte auch Calabrien, wo er in den feuchten Waldungen und Schluchten die fleißigsten Studien machte, aber auch den Grund 0 dem Brustübel legte, welches ihn bald dem Tode zuführen ollte. Unter Nahrungssorgen und Körperleiden chuf E. eine ganze Reihe der herrlichsten Bilder; nur im Kolorit liebt er eine gewisse übertriebenheit. Wenige haben die reiche Vegetation, den klaren Himmel, die reizenden Bergeontouren Italiens mit so vieler Treue und Poesie wiederzugeben verstanden wie E. Hervorzuheben sind von seinen Schöpfungen: Palermo, das Innere des Klostergangs daselbst, der Nemisee, das Campo Santo bei Pisa im Mondlicht, die Sirenengrotte in Tivoli, der verfallene Klostergang in Cefalü, das Innere der beleuchteten Peterskirche, das einzige Bild, welches von der kolossalen Größe des Gebäudes einen Begriff gibt; die Kaiserpaläste in Rom, eine seiner brillantesten Schöpfungen; das Theater von Taormina, ausgezeichnet durch sorgfältige Behandlung und einen überaus reichen Pflanzenvorgrund, u. s. w. Auch Feder⸗ und Spezialzeichnungen fertigte er, unter denen das Theater von Taormina wieder eine der schönsten. E. starb 1. Sept. 1845 zu Rom, zahlreiche, zum Teil große Entwürfe hinterlassend. — Auch sein jüngerer Bruder, Julius E., geb. 1815 zu Berlin, gest. 25. Dez. 1859 zu Rom, hat sich durch treffliche Landschaftsbilder aus Italien einen Namen erworben.