Elterlein (ursprünglich Quedlinburg), romantisch gelegene Stadt in der sächs. Kreishauptmannschaft Zwickau, Amtshauptmannschaft Annaberg, Landgerichtsbezirk Chemnitz, 11 km westlich von Annaberg im sächs. Erzgebirge, in 611 m Höhe über dem Meere, mit 2134 fast ausschließlich luth. E. in 223 Häusern. Es ist der Sitz einer Oberförsterei und hat eine königl. Klöppelschule, Spitzenfabrikation, zwei Pappefabriken, eine Eisengießerei, eine Blechwarenfabrik, ferner Erzeugung von Maschinen, Nägeln und Posamentierwaren und bedeutende Torflager. Daselbst wurde 1880 die erste Station für Fohlenaufzucht im Königreich Sachsen durch den Verein für Fohlenaufzucht im sächs. Erzgebirge begründet; dagegen hat der Eisenerzbergbau, sowie die Förderung von Ocker aufgehört. Im J. 1429 wurde die Stadt von den Hussiten niedergebrannt. 305 J. 1514 wurde hier Barbara Uttmann, die ochter des Bergwerksbesitzers Heinrich von Elterlein, geboren eine reiche Frau, die um 1561 die Spitzenklöppelei im Erzgebirge einführte und sich dadurch um die arme Bevölkerung des Erzgebirges ein hohes Verdienst erwarb.