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ErdkundeBrockhaus 1882

Elswick, Stadt in der engl. Grafschaft Northhumberland, bildet jetzt eine westl. Vorstadt von Neweastle mit 28 000 C. und liegt rechts am Tyne, oberhalb der High-Level-Bridge, wo sie sich 1535 Km weit am Flusse hinzieht. Die Förderung von Steinkohlen und Bausteinen ist wichtig, wichtiger aber sind die Werften, die Maschinenfabriken und am wichtigsten Sir William Armstrongs 1847 gegründete Elswick-Kanonengießerei, welche mit der königl. Gießerei zu Woolwich rivalisiert. Elten, Flecken in der preuß. Rheinprovinz, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreis Rees, Amtsgerichtsbezirk Emmerich, liegt an einem alten Arme des Rheins, 3 km vom rechten Ufer des heutigen Hauptarms des letztern, im äußersten Norden der Provinz, 3 kmevon der niederländ. Grenze, in 17mI „Meereshöhe, A km im NW. der Stadt Emmerich, ist Station der Linie Köln-Krefeld-Kleve-Zevenaar der Preußischen Staatsbahn und der Linie Amster-Utrecht-Emmerich der Niederländischen Rheinreisenbahn, zählt (1880) 2343 E. (2220 Katholische, 1/104 Evangelische, 19 Juden), ist Sitz eines Nebenzollamts 1. und 2. Klasse, einer Bürgermeisterei, hat eine kath. und eine evang. Pfarrkirche, ein kath. Schullehrerseminar, eine Krankenpflegeanstalt der Barmherzigen Schwestern, ferner Ackerbau, Tabaksbau, Viehzucht, Käsefabrikation, eine Dampfmahlmühle, eine Carottenfabrik, eine Margarin⸗ und ane Eaarrenradeit eine Ultramarinfabrik und eine Cigarrenfabrik. Etwa 2 km vom Orte, auf dem einen schönen Rundblick gewährenden Eltenberg, dem letzten größern Hügel am rechten Rheinufer, befand sich ehemals ein 963 von dem aus dem Geschlecht der Billunger stammenden Grafen Wichmann im Hamaland gegründetes Nonnenkloster St. Vitus, welches später reichsunmittelbares Frauenstift (Hoch-Elten) unter der Schutzvogtei Kleves, 1585 mit allen Gebäuden zerstört und 1811 aufgehoben wurde. Die alte, aus Tuffstein erbaute, 1129 geweihte, 1677 restaurierte Stiftskirche ist im ganzen wohl erhalten und hat einen im Verhältnis zum Schiff des Gebäudes kolossalen Turm. Der Eltenberg ist ein Fundort röm. Altertümer; auch befindet sich hier ein angeblich von Drusus gegrabener, 70 muetiefer Brunnen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 84Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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