Elsterwerda, Stadt in der preuß. Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Merseburg, Kreis Liebenwerda, Landgerichtsbezirk Torgau, am rechten Ufer der Schwarzen Elster, unweit der Pulsnitzmündung, 12 km im SO. von Liebenwerda, 24 Km im NO. von Riesa, Station der Linien Berlin-Dresden und Wittenberg-Falkenberg-Kohlfurt der Preußischen Staatsbahn und der Linie Riesa-E. der Sächsischen Staatsbahn, ist Sitz eines Amtsgerichts, einer Oberförsterei, hat (seit 1857) ein evang. Schullehrerseminar (in einem frühern Jagdschlosse), einen Vorschußverein und zählt 2019 fast ausschließlich evang. E., die Ackerbau, Töpferei und Holzflößerei auf dem zur Elbe gehenden Flößgraben treiben. Ferner befinden sich zu E. eine Eisengießerei, Ziegelei, Bierbrauereien, Spiritusbrennereien und in der Umgegend Braunkohlengruben. E., einst kursächsisch, kam 1815 an Preußen.