Flöha, Pfarrdorf im Königreich Sachsen, Kreishauptmannschaft Zwickau, Amtshauptmannschaft F., in 276 m Höhe, unweit oberhalb des Einflusses der ziemlich ansehnlichen, bei Klostergrab in Böhmen entspringenden Flöha in die Zschopau, in reizendem Thalkessel, 13 Km im ONO. von Chemnitz, Station der Linien Dresden-Chemnitz, Chemnitz Annaberg (Weipert) und F.⸗Reitzenhain der Sächsischen Staatsbahnen, 2•¹ (1880) 1640 meist luth. E. in 116 Häusern, ist Sitz einer Amtshauptmannschaft, einer Bezirkssteuereinnahme, hat einen Vorschußverein, eine Baumwollspinnerei, eine Dampfkesselfabrik, eine Holzpappenfabrik, zwei große Seilereien, eine Dampfschneidemühle, eine Holzschleiferei, Ziegelbrennerei, Kohlenschächte, bedeutende Lehmlager und zahlreiche Steinbrüche, in welchen Porphyr, Thon⸗ und Glimmerschiefer, Gneis und Sandstein gebrochen wird. Die Zschopau und die löha sind sehr fischreich, namentlich an Forellen. Im SSo. des Ortes auf dem Schellenberg liegt Schloß Augustusburg, Sitz eines Amtsgerichts, zu dessen Bezirk F. gehört. — Die Amtshauptmannschaft Flöha der sächs. Kreishauptmannschaft Zwickau zählt auf 400 qkm (1880) 76241 E., darunter 342 Katholiken und 32 Juden. Der Bodenbenutzung nach sind 57,7 Proz. des Areals Acker und Gärten, 26,7 Holzungen und 11, Proz. Wiesen.