Entreroches (deutsch Zwischen Felsen), Weiler im Bezirk Orbe des schweiz. Kantons Waadt, liegt 448 meüber dem Meere, 15 km südsüdwestlich von Mverdon, am Fuße des Mormont (608 m) und ist bekannt durch den Kanal von Entreroches, der 1637 begonnen, die Orbe und die Venoge und damit den Neuenburgersee mit dem Genfersee vereinigen sollte, indessen nie zur Vollendung kam. Der nördliche für Nachen schiffbare Teil des Kanals, der dicht unter-Lent der Mündung des vom Jorat kommenden Taent in den Unterlauf der Orbe mündet, ist etwa 12 km 9 Der südliche unvollendete Teil, der bei E. den Fels durchbricht, wird durch einen kleinen Berb bezeichnet, welcher der Venoge zugeht. Die Verbindung der beiden Flüsse ist :somit thatsächlich hergestellt, indes von keiner praktischen Bedeutung. Die Linie Lausanne-Pwerdon-Neuchätel der Schwei⸗ )zerischen Westbahn durchbricht die Hügel, zwischen welchen E. liegt, vermittelst zweier dicht aufeinander folgenden Tunnel. „Entres (Joseph Otto), Bildhauer, geb. in Fürth 13. März 1804, war zuerst Schüler seines Vormundes, des Bildhauers Ullrich, dann der Brüder Shme in seiner Vaterstadt. Anfangs strebte er eine handwerkliche Thätigkeit im Fache an, wendete sich dann aber zum künstlerischen Modellieren und Zeichnen. Im Alter von 18 Jahren kam er als Steinarbeiter nach München, versuchte sich aber ebenso eifrig auch in der Holzschnitzerei. Da wurde der Einfluß des tiefreligibs gesinnten Bildhauers Konrad Eberhard für ihn entscheidend, so mächtig, daß er ihn sogar aus den Kreisen eines Cornelius und seiner Freunde abziehen konnte. Seine Richtung wurde nun eine fast fanatisch-religiöse. Die romantis ch-mittelalterlichen Tendenzen des damaligen münchener Kunstschaffens boten ihm reiche Gelegenheit, sich in Schöpfungen got. Stilrichtung zu versuchen, und so gewann E. großen Anteil an der künstlichen Wiederbelebung dieser Traditionen. Seine wichtigsten Arbeiten sind: der kolossale Olberg mit vielen Figuren für Tölz, die Kanzel in der münchener Aukirche, das Monument des passauer Bischofs Riccabuona, das Crucifix in der St. Jodocuskirche in Landshut. Außer diesen hat er zahlreiche Grabdenkmäler, Kanzeln und Altäre gefertigt. Er starb in seiner Besitzung in Seeon 18. Mai 1870.