Epeuthese (grch., edas Dazwischensetzend, Ein-Ioretung nennt man in der Grammatik die Einchiebung von Lauten zur Erleichterung der Aussprache, z. B. canit (frz.) aus (angelsächsisch) cnif, Alcumena (lat.) aus (grch.) Alkmeéné, Fähndri aus Fähnrich. Eperdu frz.), bestürzt, außer sich. Eperies (magyar. Epérjes), bis zum J. 1876 königl. Freistadt, seitdem Stadt mit geregeltem Magistrate, im ungar. Komitat Säros und Hauptort desselben, am linken Ufer der Tarcza, an der Kaschau-Oderberger und der E.⸗Tarnower Eisenbahn, eine der ältesten und nach Kaschau die schönste Stadt Oberungarns. Sie ist mit guterhaltenen Ringmauern umgeben und hat (1880) eine deutsche, slaw. und magyar. Bevölkerung von 10139 Seelen. EC. ist Sitz eines griech.⸗kath. Bischofs, des Obergespans, einer Finanzbezirksdirektion und eines Wechselgerichts, hat sechs Kirchen, eine Synagoge, ein luth. Distriktskollegium (theol. Lehranstalt und Gymnasium), ein kath. Obergymnasium, eine Hauptschule, ein Prämonstratenser⸗ und ein Franziskanerkloster. Die sehr gewerbthätige Stadt führt auch einen bedeutenden Handel mit Getreide, Leinwand, Bauerntuch, hegyalyer Wein, Vieh u. s. w. Die schönsten öffentlichen Gebäude sind: die spätgot. St. Nikolaskirche mit Turm aus dem 18. Jahrh., das Komitatshaus, das Kapitelhaus und das Theater. Etwa eine halbe Stunde im S. von der Stadt befinden lß die Salzwerke von Sövär mit reichhaltiger Salzquelle. — E. verdankt seinen Ursprung deutschen Kolonisten, die auch andere Städte im Saroser Komitat, wie Bartfeld, Zeben, und zahlreiche Ortschaften gegründet haben. Um die Mitte des 13. Jahrh. war E. schon ein blühender Ort. Ludwig I. erhob E. 1374 zur königl. Freistadt; später wurde es befestigt und mit einer Menge Privilegien beschenkt, hatte aber durch Krieg, Pest und andere Unglücksfälle, unter der Tökölyschen und der Rakoczyschen Revolution, viel zu leiden. Der kaiserl. General Anton Carafa setzte hier 1687 das sog. Eperieser Blutgericht ein und ließ auf dem Hauptplatze ein permanentes Schafott errichten, auf welchem an einem einzigen Tage (9. Mai) 30 der angesehensten prot. Bewohner der Stadt ihr Leben einbüßten. Gleich den andern oberungar. deutschen Städten schloß auch E, sich der Kirchenreformation Luthers eifrig an. Großen Ruhm erwarb im 16. und 17. Jahrh. die Stadt durch ihr vortreffliches Schulwesen; in ihren Lehranstalten unterrichteten zumeist hervorragende Gelehrte und Schulmänner aus Deutschland. Seit dem J. 1673 kam durch die rekatholisierende Gegenreformation viel Ungemach über die Stadt; das Deutschtum daselbst ging mehr und mehr zurück, das Slawentum Dentich die Oberhand. Heute stehen etwa 1500 eutsche den mehr als 8000 Slowaken gegenüber. Epernay, Hauptstadt eines Arrondissements im franz. Depart. Marne, 142 km im ONO. von Paris, 33 km im WNW. von Chälons-sur-Marne, links an der Marne, über welche eine auf sieben Bogen ruhende Brücke führt, am Ausgange eines fruchtbaren, reizenden Thals, inmitten der reichsten Weinberge der Champagne und an der Ostbahn gelegen, von der hier eine Zweigbahn nach Laon abgeht, hat einen Flußhafen, große Ausbesserungsateliers für die Ostbahn, eine öffentliche Bibliothek von 15000 Bänden in dem schönen Stadthaus, einen schönen Justizpalast (von 1865), ein Theater, die ausgedehnte Promenade le Jard, eine 1828—31 im ital. Stil erbaute Pfarrkirche mit guten Glasmalereien. Die Stadt zählt (1876) 15 506 CE., hat ein Kommunal-College, einen Gerichtshof erster Instanz, ein Handelsgericht und eine Ackerbaukammer und ist der Haupthandelsplatz für die roten, weißen, moussierenden und nicht moussierendenChampagnerweine. Die Vorstadt La Folie, bewohnt von den reichsten Weinhändlern, mit geschmackvollen Häusern und schönen Gärten, ist besonders merkwürdig durch die in den weichen Tuffstein getriebenen Keller, in welchen durchschnittlich 5 Mill. Flaschen lagern, von denen etwa 800000 aus den 5587 ha umfassenden Weinpflanzungen des Arrondissements selbst kommen, die übrigen aus der weiten Umgegend aufgekauft werden, sodaß ein jährlicher Umsatz von 20 Mill. Frs. erzielt wird. Auch liefert die Stadt Flaschen, Korke, Siegellack, Zucker, allen Eisenbahnbedarf, Maschinen und treibtaußer mit Champagnerwein, fr welchen es die eigentliche Heimat ist, auch lebhaften Handel mit Korbwaren, Seilerwaren, Eisendraht u. s. w. — E. erscheint in der Merovinger- und Karolingerzeit unter dem Namen Sparnacus im Pagus Remensis, kam unter den Capetingern an die Grafschaft Champagne, mit der die Stadt 1328 an die Krone glangte. Vgl. Nicaise, E. et Pabbaye St.-Martin de cette villes (2 Bde., Chäl. 1870); Fiévet, UIlistoire de la ville d'E.v (3 Bde., Reims 1869). x Epernon, Stadt im franz. Depart. Eure-Loir, Arrondissement Chartres, 8 km im ONO. von Maintenon, am Zusammenfluß der in die CEure gehenden Guesle und Drouette, in 106 m Höhe, Station der Linie Paris-Brest der Französischen Westbahn, zählt (1876) 2029 E. und hat wichtige Brüche von Mühl⸗ und Bausteinen, Gerberei und 5Lederzurichterei. Bei E. liegt ein schöner gewölbter Keller aus dem 13. Jahrh., genannt die Dechanei, der ehemals zu der Priorei St.⸗Thomas gehörte, heute die Kelter von E. Am 4. Okt. 1870 fand in 1der Nähe von E. ein Gefecht zwischen Franzosen und „Ider, xequirierenden 6. preuß. Kavalleriedipision statt. Eyperon frz.,Sporno), Widerlager der Streberpfeiler, Buhne, Eisbrecher, Cisbock; kleines vorspringendes Außenwerk bei Befestigungen.