FeedZucker
PflanzenreichFrauenzimmer-Lexicon 1715

Zucker, Saccharum, Sucre, wird aus einem gewissen Rohr, so in Indien und andern Ländern mehr wächset, gepresset, der heraus gepreßte Safft gesotten und raffiniret: auch gewisse Sorten davon canthisiret. Es ist aber der Zucker nicht nur in der Apothecke, sondern auch in der Küche ein nöthiges Stück, welches der tägliche Gebrauch der Speisen bezeuget: Denn, wie wolte ein Koch seine Essen angenehm, lieblich, süsse und piquant machen, wenn er den Zucker nicht hätte? darzu brauchet er nun unter denen vielen Arten insgemein den Melis und Canarien-Zucker, wiewohl auch bißweilen der Lumpen- oder Koch-Zucker genommen, und an gewisse Essen gethan wird. Sonsten sind die Sorten des Zuckers vielerley, als: Steer-Zucker, Candis-Brod, fein und schlecht, Canari, Refenat, Melis, Lumpen, blose Lumpen, Farin, Mascovad etc.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 2167Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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