Epithalamium hieß bei den Römern, Epithalamios (zu ergänzen Hymnos, d. i. beim Brautgemach gesungenes Lied) bei den Griechen das Hochzeitslied, welches chorweise vor dem Brautgemache Neuvermählter abgesungen wurde, wie der Hymenäus (Hymenaios) bei Heimführung der Braut. Solche Lieder verfaßten unter andern Anakreon, Stesichoros und Pindar; nur spärliche Überreste sind von denselben auf uns gekommen. Später wurde das Wort E. in weiterer Ausdehnung gebraucht, für Lobgedichte aus Anlaß einer Vermählung oder auch für Gedichte auf die Vermähungen von Göttern und Heroen. Auch von vielen röm. Dichtern wurden solche Epithalamien gedichtet, und es sind von diesen eine ziemliche erhalten, Pauln Catull, Statius, Ausonius, Claudianus, Paulinus, Sidonius Apollinaris, Dracontius u. a. Besondere Erwähnung verdient das Epithalamium Pelei et Thetidoso des Catull (s. d.).