Epomäadion (grch.), eine lange, von den Schultern bis auf die Füße herabhängende Binde im Ornat der griech. Geistlichen. Epoméo oder Monte-San-Nicolö (bei den Alten Epomeus oder Epopeus), der höchste Gipfel (783 m) der 22 km westlich von Neapel gelegenen vulkanischen Insel Ischia (s. d.). Auf der Höhe, welche eine weit reichende, wundervolle Aussicht gewährt, sieht man nichts von einem Krater. Wenig unterhalb ist in das hier mürbe Trachytgestein eine Einsiedelei, aus Zellen und Gängen bestehend, ausgehauen, wo unter Karl III. ein Herr von Arguth mit 12 Klosterbrüdern als Eremit lebte. Die Südseite des Bergs, auf welcher er einen halbkreisförmigen, gegen SO. geöffneten Wall bildet, ist sehr steil und zeigt stellenweise senkrechte Wände; dort sind von der Nordseite des Kraters einige Reste geblieben. Die letzte Eruption des Vulkans fand 1302 statt, als der Vesuv fast zwei Jahrhunderte lang in Ruhe verblieben war. Bei diesem Ausbruche entstand der eine der 12 kleinen Auswurfkegel, der Monte-Rotaro, von welchem aus nach NO. der berühmte Lavastrom del Arso sich, aus einer 2,s Em langen und 0,9 km breiten Spalte dringend, Procida gegenüber ins Meer stürzte. In frühester Zeit ist bereits eine Kolonie der Erythräer, dann eine der Chalkidier 474 durch die Erdbeben und Feuerausbrüche vertrieben worden. Andere Ausbrüche folgten 92 v. Chr., sowie unter den Kaisern Titus, Antoninus Pius und Diocletianus. Das Gestein des Bergs ist grünlicher Trachyttuff, reich an Augitsubstanz, in erdigen Trachyt übergehend. Einige Teile der Lavaströme sind breccienartig, manche bestehen aus ganz kompakten Krystallen glasigen Feldspats; andere sind bandförmig und blätterig, fast schalig wie der Klingstein. Der Arsostrom ist ein höchst porphyrischer Trachyt.