FeedGy in ungar. Namen sprich wie dj
ErdkundeBrockhaus 1882

Gy in ungar. Namen sprich wie dj, z. B. Gyulai spr. Djü-loi. Gy, Stadt im franz. Depart. Ober-Saöne, 19 km im OSO. von der Arrondissementshauptstadt Gray, auf den Weinbergen, von denen die Gewässer zu der zur Säne gehenden Morte fließen, durch Lokalbahn nach Gray mit der Französischen Ostbahn verbunden, zählt (1876) 2092 E., hat ein altes Schloß, Baumwoll-und Leinweberei, Töpferei, Gerberei und Weinbau. Gya oder Gayah, Distrikt und Distriktshauptstadt in Bengalen, s. Bihar. Gyalla (spr. Djallav), Alt⸗ und Neu⸗, zwei Dörfer im ungar. Komitat Komorn. Alt⸗ oder O'⸗Gyalla, 13 km im NNO. von Komorn, links an der Zsitva, nahe deren Mündung in die Neutra, ist merkwürdig durch die daselbst befindliche musterhaft eingerichtete Sternwarte, eine Schöpfung des dortigen Großgrundbesitzers und Astronomen Konkoly-Thege, und hat 11.Jyalba uur loion Bevölkerung, Neu⸗- oder Uj-Gyalla nur slowakische Einwohnerschaft. Gyarmathi (Samuel), ungar. Sprachforscher, geb. 15. Juli 1751 in Klausenburg, studierte 1776 —82 als Stipendiat der Goldbergschen Stiftung in Wien Medizin, wirkte mehrere Jahre als Erzieher im gräfl. Rädayschen Hause, seit 1787 als Komitatsarzt des hunyader Komitats, und lebte 1795—96 in Göttingen, mit dessen Professoren er auch später freundschaftlichen Verkehr unterhielt. Hierauf wurde er 1800 Professor in Zilah in Siebenbürgen, trat aber 1809 in den Ruhestand und starb im April 1830 in seiner Vaterstadt. G. beschäftigte sich sein ganzes Leben hindurch mit sprachwissenschaftlichen Studien. Sein erstes Werk ist „Magyar nyelymestern (Klausenburg 1784; auch deutsch: «Kritische Grammatik der ungar. Spracher, 2 Bde., Klausenburg 1794). Sein Hauptwerk: Affinitas Linguae Hungaricae cum linguis fennicae originis grammatice demonstrata (Gött. 1799), für welches ihn die Göttinger Gelehrte Gesellschaft zu ihrem Mitgliede wählte, ist trotz mancher Mißgriffe sehr verdienstlich und hat im Auslande lange als Hauptquelle der ugrischen vergleichenden Grammatik gegolten. Gyäros, der antike Name der griech. Cyklade Giura (s. d.). Aranyos (s. d.). Gyeres, Marktflecken in Siebenbürgen am Gyergys-Szent-Miklös, Marktflecken im ungar.⸗siebenbürg. Komitat Csik, früher Hauptort des Szekler Stuhls Gyergyö in Siebenbürgen, mit (1880) 5503 E., größtenteils Magyaren und magyarisierte Rumänen und Armenier, welche letztern hier eine schöne Kirche haben und mit Vieh und Holzwaren handeln. Sie wanderten nach 1668 ein und haben sich vollständig magyarisiert, obgleich sie die Messe noch in der armen. Sprache lesen. G. hat eine römisch⸗ und eine griech.⸗Lath. Kirche und ist Sitz eines königl. Bezirksgerichts. Gyges, Sohn des Daskylos, war nach der Sage, wie sie Herodot erzählt, ein Günstling des lydischen Königs Kandaules aus dem Hause der Herakliden oder Sandoniden, der, um ihn von der Schönheit seiner Gemahlin Tudo durch Augenschein zu überzeugen, ihm dieselbe einst zeigte, als sie sich entkleidet niederlegte. Diese Verletzung ihrer Ehre erzürnte die Königin, sodaß sie G. die Wahl ließ, entweder ihren Gemahl zu ermorden und als ihr Gatte die Herrschaft über Lydien zu übernehmen, oder selbst mit dem Tode zu büßen. G. ermordete daher den Kandaules und wurde von dem delphischen Orakel in der Herrschaft bestätigt. Sagenhafter lautet die Erzählung bei Plato. Nach diesem habe G. einst als Hirt einen Ring in einer Höhle gefunden, welcher die Kraft besaß, seinen Besitzer unsichtbar zu machen, sobald er den Ring einwärts drehte. Mit Hilfe dieses Ringes habe G. die Königin gewonnen und Kandaules ermordet. Etwas anders lautet die Erzählung des Nikolaos von Damascus, die wohl aus dem lydischen Geschichtschreiber Xanthos stammt. Jedenfalls ist es eine istor. Thatsache, daß G. sich (689 v. Chr.] unter ten Kämpfen mit karischer Hilfe des Throns der yder mit Gewalt zu bemächtigen suchte, durch Zustimmung des delphischen Orakels sein Ziel erreichte und bis 653 als Stifter der neuen Dynastie der „Mermnadenp glücklich regiert hat. Hebbel hat die obenerwähnte Erzählung in seiner Tragödie (G. himes, Paß und Grenzzollamt zwi iebenbürgen und der Moldau. Der Paß führt über die Csiker Alpen und wird vom Tatroschfluß, einem rechtsseitigen Nebenfluß des Sereth, durchströmt. Der Paß ist etwa 400 m hoch. Gl., bei naturwissenschaftlichen Namen Abbreviatur für Leonhard Gyllenhaal, Entomolog, geb. 1752, gest. 1842 als schwed. Major in Höberg in Westergotland.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 658Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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