Ehingen, Stadt im württemb. Donaukreise, in 515 m Hööhe an den Schmiechen und nahe der Donau gelegen, 25 Km im WSW. von Ulm, an der Eisenbahn Ulm-Sigmaringen, ist Sitz eines Oberamts und eines Amtsgerichts, hat ein Gymnasium, drei Kirchen (die ansehnliche St. Blasiuskirche), ein 1809 aufgehobenes Mönchs- und ein 1782 aufgehobenes Nonnenkloster, und zählt (1880) 4065 E., welche hauptsächlich Ackerbau und Viehzucht treiben, außerdem Stärkefabrikation, Essigsiederei, Bleicherei, Musselinstickerei; auch sind viele Mühlwerke und Hammerschmieden vorhanden, und Frucht⸗ und Schafmärkte werden gehalten. — Die Stadt ist sehr alt und war ursprünglich eine röm. Niederlassung; 961 wird sie zuerst erwähnt; die Herrschaft kam 1343 von den Grafen von Berg an Osterreich und 1805 an Württemberg. Am Osterberge lag die Burg Eschenbach. hl, Vorort von Benfeld (s. d.) in Unterelsaß.