FeedErdkrebs
HeilkundeBrockhaus 1882

Erdkrebs, eine vorzugsweise die ende aum aber auch Laubhölzer jeden Alters delbolzv aumkrankheit, besonders den jungen Nadel olzpflanzungen schädlich. Die kranken Stämmchen zeigen gewöhnlich am Wurzelstock eine Anschwellung mit aufreißender Rinde, bei Nadelhölzern mit Harzausfluß. Ursache der Krankheit ist ein parasitischer Pilz, der Hallimasch oder Honigpilz (Agaricus melleus), dessen schneeweißes derbes Mycelium hizomorpha subcorticalis) sich fächerförmig im ebenden Stamm oder in Wurzeln im lebenden Rindengewebe verbreitet und den Tod der befallenen Bäume verursacht. Das Myeelium tritt aber auch in Gestalt von schwarzbraunen, harten Strängen (Rhizomorpha subterranea) auf, als s olches wächst es in der Erde fort und bewirkt Ansteckung benachbarter Pflanzen, indem es sich in deren Wurzeln einbohrt und sich darin als weißes Mycelium weiter verbreitet. In bereits getöteten Bäumen findet man diese schwarzbraunen Stränge auch zwischen Holz und Rinde. Im Herbst sieht man an den im Boden frei wachsenden Rhizomorphen, sowie aus der Rinde der durch den Parasiten getöteten Bäume, namentlich am Wurzelstock, große, braune Fruchtträger, einen bekannten Hutpilz, zur Entwickelun gelangen. Als Saprophyt kommt dieser Pilz auch an abgestorbenen Wurzeln und Stöcken sämtlicher Laub⸗ und Nadelbäume, sowie an bereits verbautem Holze in Wasserleitungsröhren, Bergwerken, an Brucken u. s. w. war. Vgl. Hartig, «Wichtige Krankheiten der Waldbäumed (Berl. 1874): derselbe, „Lehrbuch der Baumkrankheiteno (Berl. 1882.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 270Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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