FeedEris
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Eris, die griech. Göttin der Zwietracht, war nach Homer die Gefährtin und Schwester des Ares, nach Hesiod die Tochter der Nacht und die Mutter des Hungers, der Schmerzen, des Mordes, des Kampfes, der Lügen u. s. w. Wo sie erscheint, ist sie, nach Homer, anfangs klein, ragt aber bald mit ihrem Haupt bis zum Himmel empor. Am bekanntesten ist sie durch den Streit, welchen sie bei der Hochzeit des Peleus und der Thetis aus Rache, weil sie nicht dazu eingeladen war, unter den Göttinnen um den Preis der Schönheit erregte, was nach spätern Dichtern dadurch geschah, daß sie einen Apfel unter die Hochzeitsgäste warf. (S. Paris.) Ihr nachgebildet ist die bei Virgil und andern röm. Dichtern auftretende Discordia.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 292Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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