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Sagen & MythenBrockhaus 1882

Freya, Tochter Niörds und Schwester des Freyr, ist eine skandinav. Göttin, die gleich ihren erwandten dem Wanengeschlecht angehört. Sie ist jung, schön und mit dem Brisingamen geschmückt, das ihr Zwerge schmiedeten. Um diesen Brustschmuck, in dem wahrscheinlich der Regenbogen zu sehen ist, kämpfte Heimdall mit Loki, der ihn der schlafenden Göttin entwandt hatte. Sie bediente die Götter bei ihren Gelagen und nahm nach der Frigg (s. d.), mit der sie wohl ursprüng11 identisch war, die erste Stelle unter den weiblichen Göttinnen ein. Nach einer Mythe war F. mit Od vermählt; derselbe verließ sie, und sie suchte ihn dann, goldene Thränen weinend, wie die Tautropfen jeden Morgen zeigen, auf der ganzen Erde. Ihre Töchter sind Hnoß und Gersimi, d. h. Kostbarkeit und Kleinod. Sie ist die Göttin der Liebe. Die Katze war ihr heilig; auf einem mit ——— bespannten Wagen pflegte sie zu fahren. deutscher Geschichtschreiber und belletristischer Schriftsteller, geb. zu Freising. 3. Jan. 1789, studierte 1807—10 die Rechte zu Landshut und bereiste dann Frankreich, Holland, die Schweiz und Italien. Nach seiner Rückkehr wurde er 1817 Regierungsrat in München und 1824 Ministerialrat im Ministerium des Innern, nach dem Regierungsantritt König Ludwigs I. Vorstand des Reichsarchivs, 1829 zugleich wieder Ministerialrat und 1838 Staatsrat. Von 1842 bis 1848 bekleidete er die Stelle eines Vorstandes der Akademie der Wissenschaften. Seit 1847 war er pensioniert und starb zu München 21. Jan. 1851. F. schrieb: cRovelleno (Münch. 1828; neue Aufl. 1836). „Malerische Reise im obern Italien » (Münch. 1830) und die histor. Romane „Die Stauffer von Ehrenfels v (3 Bde., Münch. 1833) und 4Die Löwenritter » (Münch. 1830; neue Aufl. 1836). Viel bedeutender sind seine histor. Arbeiten; dahin gehören: 4Alteste Geschichte von Tegernseeß (Münch. 1822), «Über das altdeutsche öffentliche Gerichtsverfahrens (Landsh. 1824), „(Geschichte der bayr. Landstände und ihrer Verlinien einer Geschichte der bayr. Landstände (Münch. 1832), KSammlung deutscher Rechtsaltertümero (Mainz 1828), «Sammlung histor. Schriften und Urkunden » (5 Bde., Stuttg. 1827—37), „Pragmatische Geschichte der bayr. Gesetzgebung und Staatsverwaltung seit den Zeiten Maximilians I. (4 Bde. Lpz. 1836 —39). Auch machte er sich mit dem Freiherrn von Hormayr sehr verdient durch die Fortsetzung der von Lang herausgegebenen „Regesta, sive rerum Boicarum autographas, deren 12. Band 1849 erschien. Die Erzählungen aus der bayr. Geschichtes (Bd. 1 u. 2, Münch. 1842—44) blieben unvollendet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 299Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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