Eskilstuna, gewerbfleißige Stadt im schwed. Län Nyköping, an der hier kanalisierten Eskilstunaä, dem natürlichen Ablauf des Hjelmarsees nach dem Mälar, besteht aus der Gamla Stad, am Ostufer des Flusses, und den regelmäßig gebauten Stadtteilen am westl. Ufer des letztern: Nya Staden, Fristaden, Karl Gustafsstaden, hat eine 1814 angeegte königl. Gewehrfabrik (Karl Gustafs Gepärsfaktori), auf einer Insel im Flusse, mechan. Werkstätten (namentlich bemerkenswert J. T. Munktells' großartige Eisenwerkstätten mit 40 Gebäuden und eigenem Hafen), mehrere Fabriken für Messerschmieden und sin der Fristaden) damascierte Waren und zählt 8286 E. In der Technischen Schule ist eine Sammlung von Erzeugnissen E.s aufgestellt. Im Sommer steht E. ber Thorshälla und Strengnäs mit der Hauptstadt in lebhaftem Dampfschiffsverhr, sowie auch durch die Neujahr 1877 eröffnete rivatbahn Kolbäck-Flen-Oxelösund mit dem schwed. Eisenbahnnetze und mit dem Meere. — Schon im 12. Noro bekannt, erhielt die Stadt erst durch die von Karl X. angelegten Badeutt (1654) und erteilten Privilegien (1659) Bedeutung. Ihren Namen verdankt sie dem heil. Eskil aus England, dem Apostel von Södermanland, der den Märtyrertod erlitt und hier begraben wurde.