Faulen des Thons nennt man in der Thonwarenfabrikation die Veränderun „welche der mit Wasser angefeuchtete Thon bei ängerm Lagern, namentlich bei Frostkälte durch bedeutend an Plastizität. Das F. ist ein fortschreitender Verwitterungspro eß, durch welchen die im Thon enthaltenen Einwirkung der Feuchtigkeit, der Kohlensäure und des Sauerstoffs der Luft aufgeschlossen werden. Viele Fabrikanten lassen das F. sich jahrelang hinua um möglichst plastische Massen zu erhalten. auleusee, Dorf und tigen des schweiz. Kantons Bern. Pfarrgemeinde Aschi (1171 C.) gehörig, liegt 580 m über dem Meere, 1½ km südöstlich von Spiez am Thunersee und an der linksuferigen Straße Thun-Interlaken. Das Bad, 800 südlich vom Dorfe am Abhange des Höhenzugs gelegen, der das Kanderthal vom Thunersee scheidet, besteht aus einem eleganten, 1875 im schweiz. Stil erbauten Kurhaus mit mehrern Nebengebäuden und besitzt eine eisenhaltige Gipsquelle, die, schon 1585 urkundlich erwähnt, mit Erfolg gegen chronischen Rheumatismus und Krank organe angewendet wird. Kurort und Station für Rekonvaleszenten, wofür sowohl das gelinde tonisierende Klima, als die aussichtsreiche Lage hoch üb eines ausgedehnten Buchenwaldes das Bad geeignet machen, wird F. viel besucht, seitdem die alten, ungemein primitiven Badegebäude durch die wohleingerichteten Neubauten ersetzt worden sind. Vgl. 4 Das neue Faulenseebade (Bern 1875) Fels, «Die Bäder und klimatischen Kurorte der Schweizy (Zür. 1880).